Heraus zum 1. Mai!

Heraus zum 1. Mai!

Arbeiter vereint euch! Gegen Krieg, Krise und Faschismus! Für den Sozialismus!

ALS KLASSE VEREINT GEGEN KRISE, KRIEG UND FASCHISMUS DEN SOZIALISMUS ERKÄMPFEN!

War der 1. Mai in der DDR der “internationale Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus”, so wurde er mit der Annextion durch die BRD ab den 90-er Jahren auch hier im Osten wieder zu einem Kampftag unserer Klasse gegen die heimischen Ausbeuter und Unterdrücker. An diesem Tag gehen auf der ganzen Welt Menschen auf die Straße, um sich gegen ihre Ausbeutung und Unterdrückung durch das ökonomische System des Kapitalismus zu widersetzen. Sie stellen sich an diesem Tag dem Klassenkampf von oben, welcher von der Klasse der Besitzenden gegen, die der Besitztlosen geführt wird, entgegen. Sie entfalten damit den Klassenkampf von unten, welcher die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beenden wird. Wir wollen am 1. Mai unseren Beitrag hierzu leisten und mit Euch gemeinsam auf die Straße gehen. Angesichts der Krisenzeiten, in denen wir leben, ist der Zusammenhalt unserer Klasse über diesen Tag hinaus von existenzieller Bedeutung. Ob ArbeiterIn, RentnerIn, Auszubildende, FSJleR SchülerIn oder Studierende, arbeits- oder obdachlos, geduldet oder illegal. Jeder Mensch der keine Produktionsmittel, Immobilien oder Aktien besitzt, also gezwungen ist seine Arbeitskraft zu verkaufen oder sein Überleben auf andere Weise zu sichern, kann Eins mit Sicherheit sagen: Die sozialen Bedingungen verschärfen sich stetig. Ob Miete, Energie oder Lebensmittel, die Preise steigen seit Jahren dauerhaft an, wodurch Kaufkraft und Reallöhne sinken. Das heißt für uns nichts anderes, als dass am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrigbleibt und ganz grundlegende Dinge nicht mehr finanzierbar sind. Und wenn Du dann noch das Pech hast, nicht in der BRD oder als Frau geboren worden zu sein, oder wenn Du und dein Lebensstil auf sonst eine Art nicht in die kapitalistische Verwertungslogik passen, auf der unsere Gesellschaft basiert, dann siehts ziemlich finster für Dich aus. Im krassen Gegensatz zu dieser Lebensrealität stehen laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom November 2024, die obersten 10% der hier lebenden Menschen. Sie vereinten 2021, 56% des Gesamtvermögens der Bürger der BRD auf sich. Das Forbes Ranking aus dem letzten Jahr weist für die 10 reichsten Deutschen ein Gesamtvermögen von 237,1 Milliarden Dollar aus. Das sind rund 226 Milliarden Euro, also eine 12-stellige Zahl. Im Vergleich hierzu, besitzenOstdeutsche Haushalte im Durchschnitt nur 150 900 Euro, im Westen liegt die Zahl bei 359 800 Euro. Diese Zahlen setzen sich nicht aus dem reinen Einkommen zusammen, sondern beinhalten sämtliche Vermögenswerte also zum Beispiel auch Autos, Häuser oder kleine Geschäfte und Handwerksunternehmen. Sie bilden wie schon gesagt einen Durchschnittswert ab und die meisten von uns wissen, dass sie nicht gerade zu dem Teil der Rechnung gehören, die diesen Durchschnitt so hoch ausfallen lässt. Doch genug der Zahlen, kommen wir zum Wesentlichen… Ob Klatten, Quandt, Wührt, Schwarz oder Kühne, wem der Kapitalismus und die ihn ausmachenden Begleiterscheinungen also Krise, Krieg und Faschismus, zu einem Reichtum verholfen hat, von dem die breite Masse nicht einmal träumen kann, der tut Alles dafür, dass sich an den gesellschaftlichen Verhältnissen, die diese Ungerechtigkeit festschreiben, nichts verändert. Diese Minderheit führt seit Generationen einen Klassenkampf von oben gegen die Mehrheit hier im Land. Das bevorzugte Mittel hierfür, ist die Spaltung und das gegeneinander Aufhetzen all derer die in einer klassenlosen Gesellschaft, die nach den Bedürfnissen Aller wirtschaftet und produziert, ein bedeutend besseres Leben führen könnten. Und so nutzen sie genau die Themen, welche dann auch den Wahlkampf zur vorgezogenen Bundestagswahl bestimmten. Sexismus in Form von Debatten über Abtreibungsverbote oder das Hetzen gegen queere Personen. Rassismus mit Abschiebeoffensiven, importiertem Antisemitismus, Einwanderung in unsere Sozialsysteme. Nationalismus ob nun mit einer “Germany first” oder Zugpferd Europas Logik. Und natürlich das seit Jahrzehnten bewehrte nach unten treten, also alle Bürgergeld- oder Leistungsbeziehenden als dumme, faule Schmarotzer abzustempeln, die zur Zwangsarbeit herangezogen werden müssten.

Ganz egal ob ein Mensch, der unserer Klasse angehört eine Frau ist oder sich selbst anders definiert, ob er oder sie hier oder auf dem Mars geboren wurde und sich hier für den Mindestlohn kaputtschuftet oder sein Überleben gezwungenermaßen anders absichert. Sie oder Er sind nicht dafür verantwortlich, dass in der eigenen Brieftasche gähnende Leere herrscht. Und ob sie jetzt dazu gezwungen werden sich mit einem Geschlecht zu identifizieren, ob sie abgeschoben werden oder man sie zur Arbeit zwingt und ihnen alle Mittel streicht, dadurch wird sich an Deiner Lebensrealität nur insofern etwas verändern, als das Du morgen als nächstes dran kommst wenn es heißt: “…ihr Arbeitsplatz wird wegrationalisiert…”, “…wir sperren Ihnen die Leistungen zu 100 % weil sie nicht bereit sind umzuziehen um sich ausbeuten zu lassen…” oder “…da vorn ist die Front jetzt ist es Zeit fürs Vaterland zu sterben…”.

Nein. Die Antwort auf unsere Ausbeutung und Unterdrückung darf nicht, dass nach unten zu treten und nach oben zu buckeln sein. Die Antwort ist Solidarität und Klassenkampf von unten, und dieser wird Tag für Tag von uns Proleten geführt. Ob in Form von Streiks welche sicherlich immer noch von den Sozialpartnerschaft predigenden Gewerkschaften in “geregelte Bahnen” gelenkt werden und sich zu selten aufeinander beziehen. Aber was nicht ist, kann ja und muss auch noch werden. Auch der Aufbau und Erhalt sozialer Freiräume, welche mit ihren Angeboten wie Volksküchen, Lebensmittelausgaben oder Klamottenbörsen als Treffpunkte und Keimzellen für eine solidarische Nachbarschaft dienen, ist Ausdruck dieses Kampfes.

Sicherlich ist unser Kampf als Klasse der Unterdrückten der Repression der Herrschenden ausgesetzt. Menschen werden für ihre konkrete antifaschistische Arbeit inhaftiert und ausgeliefert, oder einfach nur weil sie einer in der BRD verbotenen Organisation angehören sollen. Der staatliche Verfolgungswille zeigt sich auch in der über Jahrzehnte dauernden Jagd auf Menschen, die sich dem menschenverachtenden System des imperialistischen Kapitalismus entgegengestellt haben und denen nun wegen der ganz praktischen Umverteilung von Geld der Prozess gemacht werden soll. Und selbst wer nur sein zugesichertes Recht auf Demonstrationsfreiheit in Anspruch nehmen will, sollte dies nicht im Zusammenhang mit dem Genozid in Gaza und dem besetzten Westjordanland tun, ohne sich zumindest auf einen Gerichtstermin oder einen Strafbefehl einzustellen.

Und die Gangart des Kapitals wird zunehmend härter. Wie erwähnt steht Repression nach innen und Krieg nach außen auf dem Programm. Während Milliarden in Rüstung investiert werden und Konzerne wie Rheinmetall Gewinne wie noch nie einfahren, werden auf der ganzen Welt Menschen durch den Fleischwolf gedreht. Ob es dabei wie in der Ukraine oder dem Kongo um Rohstoffe für Hochtechnologien und Einflusssphären verschiedener Machtblöcke geht, oder um die Vertreibung eines ganzen Volkes aus dem “gelobten Land” wie in Palästina. Die die für diesen Wahnsinn mit Tod und Flucht bezahlen müssen sind immer unsere Klassengeschwister. Und die die zuerst an der Zerstörung und später am Wiederaufbau verdienen, tun meist das, was ihre Vorfahren schon immer getan haben, wenn auf der Welt Krieg und im eigenen Land Faschismus geherrscht hat. Sie schlagen aus dem Blut und dem Leid unserer Klasse Profit.

Ob im Weltmaßstab, in Europa, oder hierzulande, der Umbau von einer “demokratischen” Gesellschaftsordnung hin zu immer autoritäreren Verhältnissen, zeugen davon das für die Herrschende Klasse auch der Faschismus wieder eine Option ist, um ihren Stand zu sichern. Sie stehen wieder in den Startlöchern, um unser Leben mittels einer offenen Diktatur in Verhältnisse zu pressen, die ihre Profite und ihren Fortbestand absichern.

Auf dem Weg hin zum Sozialismus, also einer Gesellschaft, in der anhand der Bedürfnisse Aller produziert und gewirtschaftet wird, ohne dabei den Planeten zu zerstören der unsere Lebensgrundlage bildet, müssen wir als Klasse vereint kämpfen.

Der 1. Mai ist vor diesem Hintergrund ein Tag an dem wir Kämpfe zusammenführen und uns aufeinander beziehen müssen. Er kann und muss in Zukunft noch mehr zu einem Ausdruck und einem Zeichen unserer Entschlossenheit werden, eine Welt zu erkämpfen in der alle Menschen ein freies und glückliches Leben führen können.

Also: 1. Mai 2025 I 14:00 Uhr I Alter Markt Magdeburg! Raus auf die Straße und auch den Rest des Jahres…

KAMPF DEM KAPITAL

TOD DEM FASCHISMUS

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT

FÜR VOLKSMACHT UND SOZIALISMUS

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